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Geomarketing: Die Zukunft des Marketings in Zeiten des Datenschutzes?

Geomarketing: Die Zukunft des Marketings in Zeiten des Datenschutzes?

Wie steht es um Ihren Datenschutz im Marketing? Haben Sie sich auch gefragt, was Sie in Zeiten der DSGVO noch dürfen? Welche Daten Sie nicht in Schwierigkeiten bringen können? Und welche Datenpunkte Sie in Zukunft verwenden sollen, um Ihre Zielgruppen anzusprechen? In unserem Blogpost bieten wir Ihnen einige Denkanstöße:

Datenschutz im Marketing ist mehr denn je ein essentielles Thema und im Zuge der DSGVO müssen zahlreiche Unternehmen und Marketingmanager ihre Vorgehensweisen hinterfragen und in datenkonforme Prozesse umstrukturieren. Dieser große Schritt im Bereich Datenschutz birgt jedoch zahlreiche Schwierigkeiten für Marketing- und PR-Beauftragte. Mit klassischen Marketingmethoden wird es  schwieriger sein, Kunden zielgruppenspezifisch anzusprechen. Doch was bedeutet das für zukünftige Marketingstrategien? 

Welche datenschutzkonformen Datenquellen gibt es, um Kunden zu targeten?

Keine Angst, es gibt noch zahlreiche Methoden, um Zielkunden zu identifizieren.

US-Unternehmen wie Walmart setzen beispielsweise seit Jahren auf Geodaten, um Kunden mit passenden Angeboten, am richtigen Ort zu erreichen. Doch auch in Europa bieten sich viele Möglichkeiten, wenn man Geodaten erfolgreich mit EU-Datenschutzrichtlinien verbindet.

Geodaten ergänzen heutzutage bereits den Marketing-Mix, denn die  räumliche Komponente ist entscheidend für den Marketingerfolg. Geodaten bieten Marketeers die Möglichkeit digitale Landkarten zu nutzen, um die relevante Zielgruppe mit einem Klick sichtbar zu machen. 

Welche Informationen bieten Geodaten?

Neue Technologien – wie künstliche Intelligenzen, die Geodaten analysieren – bieten Marketeers einzigartige, neue Datenpunkte, die so noch nie zuvor existiert haben. Blicke in Gärten können beispielsweise zahlreiche Hinweise geben: Hat diese Person einen teuren Pool und eine große Terrasse? Oder steht vielleicht eine Kinderschaukel im Garten? Geodaten ermöglichen verlässliche Aussagen wie: Mit einer größeren  Wahrscheinlichkeit ist die Affinität für Luxusautos im Stadtteil X bzw. Straße X bzw. sogar Haus X höher.

Für Marketeers bedeutet mehr geographisches Wissen einen entscheidenden Uplift in ihren Zielgruppen, da gezielt die einkommensstarken Kundensegmente, wie Poolbesitzer, angesprochen werden können. Durch dieses Wissen können Marketingkampagnen optimiert und Streuverluste reduziert werden. 

Geodaten: Die Zukunft des Marketings in Zeiten des Datenschutzes!

Geodaten sind nicht nur datenschutzkonform, sie funktionieren auch in Zeiten zunehmender Individualisierung. Denn das Nachbarschaftsprinzip behält seine Gültigkeit – wenn man die Wohnbedingungen in einer Gegend kennt, kann man auch Aussagen über Lebensumstände und Kaufverhalten von zahlreichen Nachbarn ableiten. Die Kunst dabei ist jedoch, diese Wohnbedingungen möglichst feinkörnig zu erkennen – das bedeutet beispielsweise sagen zu können, ob ein Haushalt nur ein Planschbecken im Garten hat oder einen fest verbauten Swimming-Pool.

Folglich ist der derzeitige Umbruch im Marketing nicht nur mit Sorge zu betrachten, sondern vielmehr eine Gelegenheit sich mit neuen Datenquellen und Marketing-Ansätzen zu beschäftigen und so Marketingmaßnahmen zu optimieren.


Falls Sie bisher mit Geomarketing noch nicht viel am Hut hatten: probieren Sie es doch mal aus. Vielleicht gewinnen Sie neue Erkenntnisse über die räumliche Verteilung Ihrer Kunden und deren Kaufkraft oder identifizieren interessante Potenzialgebiete und Vertriebsregionen.